Hoffnung für B 14 - Dämpfer für den Nordostring

Neuer Entwurf des Bundesverkehrswegeplans sieht
den Ausbau der Strecke von Winnenden bis Backnang vor

WAIBLINGEN/LUDWIGSBURG, Die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer und Christian Lange sehen den B-14-Ausbau einen "riesigen Schritt weiter". Im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan steht dafür Geld bereit, nicht aber für den Nordostring.

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Auch in Bezug auf den Nordostring freuen sich Lange und Scheer über den Entwurf. "Der Nordostring durch das Schmidener Feld wird nicht als vordringlicher Bedarf eingestuft. Dies entspricht unseren Bemühungen, den Bau des Nordostrings zu verhindern." Der Grünen-Landtagsabgeordnete Boris Palmer geht in der Beurteilung des Bundesverkehrswegeplans sogar einen Schritt weiter: "Der Nordostring Stuttgart ist vom Tisch", beurteilte er gestern den Entwurf. Klaus Schmiedel, der Ludwigsbürger SPD-Landtagsabgeordnete, sagte, er sei zwar immer für den Nordostring gewesen, jedoch habe er einen vierspurigen Ausbau für unrealistisch gehalten. "Es kommt jetzt darauf an, dass sich die Mehrheit im Landtag und im Regionalparlament bewegt und sich einer realistischen zweispurigen Variante zuwendet, sonst wird sie im Ergebnis gar nichts bekommen", so Schmiedel. Der Nordostring solle nicht als "vierspurige Ersatzautobahn", sondern als Verbindung zwischen B27 und B10 sowie den Landkreisen Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis gebaut werden.
"Eine vierspurige Variante ist nicht durchsetzbar. Der Widerstand von Fellbach, Remseck und Kornwestheim ist dokumentiert." Die Betroffenen müssten nun von einer reduzierten Variante überzeugt werden.

Von Thomas Schwarz,
Stuttgarter Zeitung vom 21.03.2003
www.stuttgarter-zeitung.de

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